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Honours-Programm für forschungsorientierte Studierende

Wissenschaftsbegeisterte und -begabte Studierende zu fördern, gehört zum Kerngeschäft von Lehre und Forschung an der Universität. Damit dies noch gezielter und in einem strukturierten Rahmen erfolgt, hat die Universität Jena 2019 das „Honours-Programm für forschungsorientierte Studierende“ ins Leben gerufen. Es richtet sich an talentierte und forschungsaffine Studierende aller Fachrichtungen, um ihnen bereits während des Studiums vertiefte Einblicke in Forschungsprozesse zu ermöglichen, ihnen Anteil an der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu geben und sie auf eine wissenschaftliche Karriere vorzubereiten.

Das Honours-Programm ist Bestandteil der Strategie „LIGHT, LIFE, LIBERTY – Connecting Visions“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wird durch die Universitätspauschale der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert. Die Koordination erfolgt durch die Graduierten-Akademie.

Das Honours- Programm setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:

Honours-Mentoring: Einbindung in Forschungsaktivitäten und individuelle Betreuung

Die ausgewählten Studierenden werden durch die bzw. den Wissenschaftler:in, die bzw. der die Bewerbung unterstützt, fachlich betreut. Als betreuende Wissenschaftler:innen können sich Professor:innen oder fortgeschrittene Postdocs engagieren. Die fachliche Betreuung kann je nach Forschungskultur im Zusammenhang mit einem eigenen kleinen Forschungs- oder Publikationsprojekt oder mit der Übernahme eines Teilbereichs eines gemeinsamen Forschungsprojektes geschehen. Außerdem ist die Einbindung in Graduiertenprogramme, Oberseminare oder Doktorand:innenkolloquien und die Teilnahme an Kongressen oder Tagungen wünschenswert.

Honours-Workshops: Rahmen- und Begleitprogramm

Für die ausgewählten Studierenden bietet die Graduierten-Akademie einige Veranstaltungen und Workshops an. Diese widmen sich speziellen Fragestellungen, die außerhalb des Kanons der grundständigen Studiengänge liegen. Angeboten werden zum Beispiel Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben und Präsentieren, zu guter wissenschaftlicher Praxis, Zeitmanagement, Wissenschaftsphilosophie, Forschungsethik und zu den ersten Schritten einer wissenschaftlichen Laufbahn. Dadurch können die Teilnehmenden forschungsrelevante Schlüsselqualifikationen frühzeitig trainieren und ihre Erfahrungen mit der eigenen Forschung und der erlebten Forschungskultur reflektieren. In den Workshops und regelmäßig stattfindenden Vernetzungstreffen wird der interdisziplinäre Austausch und die Zugehörigkeit zur wissenschaftlichen Community gefördert.

Honours-Fonds: Finanzielle Unterstützung

Der Fonds fördert Aktivitäten der ausgewählten Studierenden, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Anforderungen ihres Studiums stehen, sondern mit ihrem Forschungsprojekt, zum Beispiel Reisekosten für Kongressteilnahmen oder andere Sachkosten bis max. 1.000€ pro Förderjahr.
Außerdem können gemeinsame Initiativen der Honours-Studierenden, zum Beispiel die Einladung von Gastreferent:innen oder die Ausrichtung studentischer Forschungskongresse, finanziert werden.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Veranstaltungen wie Stammtische, Abendgespräche oder Peer-Mentoring. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.uni-jena.de/honours-programm.
Zum Abschluss bekommen die Studierenden ein Zertifikat über die Mitgliedschaft und ihre Forschungs- und Weiterbildungsaktivitäten im Programm verliehen.

Wer kann sich bewerben und was wird benötigt?

Leistungsstarke Studierende aller Fachrichtungen, die ein besonderes Interesse an Wissenschaft haben und eine ausgeprägte Begabung dafür erkennen lassen, sind zur Bewerbung eingeladen. Eine Bewerbung ist für Studierende möglich, die mindestens seit vier Semestern innerhalb eines Studienfaches studieren. Studierende bewerben sich im Tandem mit einer bzw. einem Professor:in oder einer Betreuungsperson in fortgeschrittenem Postdoc-Status, die die Studierenden an eigene Forschung heranführt. Postdocs können die Betreuung dann übernehmen, wenn sie bereits seit mindestens zwei Jahren und noch für ein weiteres Jahr als Postdoc an der Uni Jena forschen.

Die Auswahl wird durch den Senatsausschuss für den wissenschaftlichen Nachwuchs ge-troffen. In diesem Jahr können bis zu 80 Studierende in das Programm aufgenommen werden. Entscheidend für die Auswahl ist neben überdurchschnittlichen Studienleistungen ein überzeugendes Konzept, wie die Einbindung in die Forschung für die bzw. den Studierende:n individuell gestaltet wird.

Für die Bewerbung sind durch die Studierenden einzureichen:

  • Motivationsschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse, Nachweis bisheriger Studienleistungen
  • Exposé zur Einbindung in die Forschung (1–2 Seiten) mit
    • Skizze eines eigenen Forschungsprojektes bzw. des verantworteten Teilbereichs eines gemeinsamen Forschungsprojektes,
    • Beschreibung der Art und Ausgestaltung der Betreuung und
    • Darlegung der geplanten Teilnahme am wissenschaftlichen Austausch (z. B. Teilnahme an Arbeitsgruppen oder Kolloquien).
    Nach Absprache zwischen Betreuer:in und Student:in soll das Exposé von den Studierenden verfasst und von beiden unterschrieben werden.
Die Bewerbungsunterlagen können zusammengefasst in einer pdf-Datei (max. 5 MB) in der oben genannten Reihenfolge der Dokumente in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist endet am 28. April 2025.

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